Waldarbeit Holzhauer Fuhrknechte

Wilder Wald im Wandel

"Weißt du nicht, dass die Wälder das Leben eines Landes sind ?" (babylonische Inschrift)

Der Römer Tacitus beschreibt um 100 n. Chr. den undruchdringlichen Schwarzwald als "förchtig wilden Wald". Niemand würde freiwillig dort hingehen. Aber gerade dieser Wald stellt für zahlreiche Menschen die Lebensgrundlage dar. Jäger und Sammler, rodende und siedelnde Bauern, Holznutzer und Erholungssuchende, sie alle benötigen den Wald. Dem Baiersbronner war und ist de Wald Erwerbsgrundlage.

Unter all den Nutzformen ändert der Wald stets sein Gesicht. Er wird erschlossen, abgeschlagen, umgestaltet, bebaut. Die Landschaft ist somit ein Spiegel sozialgeographischer Vorgänge und zu allen Zeiten Durchgangsstadium. Der Pfad zeigt auf, wie der arbeitende Mensch die Naturlandschaft beeinflusst und in eine Kulturlandschaft umgewandelt hat.

Die rohstofforientierte Waldwirtschaft ist eine Form der Wanderwirtschaft, die wenige Spuren hinterlässt. Waren die Holzvorräte erschöpft, zog man weiter, die Produktionsstätte wurde verlegt. Zurück blieben Reste der Anlage, Schutt und Spuren im Gelände. Solche Spuren wurden gesucht, gesichert und teilweise auch rekonstruiert.

Meiler Tonbachtal frühe Anlagen

Entsprechend lädt der Tonbacher Heimatpfad zum Wandern ein. Er begleitet den Tonbach als Floßstraße, passiert Kohlenplatten, auf denen früher rauchende Meiler standen, wovon die schwarze Erde zeugt, und führt zu frühindustriellen Anlagen und sagenumwobenen Steinen. Er erzählt von Siedlern, Holzhauern, Harzern, Fuhrknechten, Häckerinnen, Förstern und absolutistischen Landsherren und beschreibt das erbärmliche Leben der "armen Leute vom Tal".

Zurückkehrend zeichent der Pfad den Wandel in die moderne Zeit nach. Neue Energien und das Tourismusgewerbe verändern die Lebensweise der Waldleute.

Der Pfald verläuft im hinteren Tonbachtal. Er ist ein Rundweg von knapp 10 km Länge, überwiegend im Talgrund mit wenigen Steigungen und verfügt über zahlreiche Abkürzungsvarianten. Von den Parkplätzen im Leimengrund, beim Haus des Gastes oder Keckenteich erreicht man den Erlebnispfad. An den Stationen informieren Schautafeln den Wanderer. Der Pfad kan als Ganzes oder der Fülle der Informationen wegen auch in Teilstrecken erwandert werden.

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